| Lotus Direkthilfe e.V.
Aktivitäten
Liebe Sponsoren und Paten,
wie jedes Jahr möchten wir, begleitet mit den besten Wünschen von Sangye Nyenpa Rinpoche und Tenga Rinpoche, kurz die Aktivitäten und Ereignisse rund ums Kloster Benchen Phuntsok Dargye Ling in Kathmandu zusammenfassen.
Mit großer Freude können wir berichten, dass es den beiden Rinpoches gemeinsam mit den Mitgliedern des Klosterausschusses gelungen ist im Kloster eine Grundschule einzurichten. Für die jungen Mönchen wird damit neben ihrer klösterlichen Ausbildung, eine klassische Schulbildung sichergestellt, die Mathematik, Naturwissenschaften, Nepali und Englisch beinhaltet. Drei Lehrer in Festeinstellung unterrichten die ersten drei Klassen, die entstanden sind. Die Hoffnung ist, dass auch weiterführende Klassen etabliert werden können, so dass die Mönche bis zur 10. Klasse die hauseigene Schule besuchen können. So steht es geschrieben im Benchen Dawe Ozer Journal: Wir sind durch die großartigen Bemühungen der Rinpoches und die freigiebige Unterstützung der Sponsoren in der Lage diese Schule zu beginnen (S. 27).
Es ist wirklich eine wunderschöne Zeitung geworden die Benchen Dawe Ozer Journal, in der sich auch die Aktivitäten der Lotus Direkthilfe wiederspiegeln. Alle Direkthilfe-Freunde müssten ein solches Journal aus Kathmandu bekommen haben, ist das nicht der Fall, bitten wir um Benachrichtigung.
2002 war für unsere Vereinsarbeit ein ereignisreiches Jahr. Seit dem Bestehen von Direkthilfe waren jedes Jahr auch zwei oder drei Vereins-Mitglieder in Benchen Vorort, was satzungsgemäß so vorgesehen ist. (Die Reisekosten werden privat finanziert). Im letzten Jahr waren gleich fünf Mitglieder im Benchen-Kloster, was eine besonders schöne Erfahrung war. Die Arbeit und die dicht vernetzte Lebensform in und um einem Kloster wie Benchen zu sehen und zu erfahren, war für uns alle sehr beeindruckend. Wir haben viel gelernt und es sehr genossen am Klosteralltag teilhaben zu können. Um mehr über die Mönche, ihre Herkunft und Beweggründe ins Kloster zu gehen zu erfahren, hatten wir einen Fragebogen vorbereitet. Wir stellten also ca. 130 Mönchen unsere Fragen, jeden ausgefüllten Bogen bestückten wir mit dem Foto des Befragten. Es hat uns allen wirklich viel Spaß gemacht und es war äußerst interessant. Dank der kontinuierlichen Fortführung dieser Arbeit von Seiten des Klosters ist die Mönchsgemeinschaft mittlerweile komplett ermittelt. Es sind drei der älteren Mönche, die diese Arbeit in Kathmandu fortführen und uns die Informationen regelmäßig zuschicken. Dass heißt, verlässt ein Mönch das Kloster werden wir darüber informiert, genauso wenn neue der Gemeinschaft beitreten oder ins Kloster zurückkehrten die in Sache Lehre im Ausland tätig waren. Diese Kooperation macht die Arbeit erheblich leichter und transparenter.
Während unseres Aufenthaltes in Nepal konnten wir auch die Zweigstelle der Free Clinic in Parping besuchen. In dieser Zeit wurden die Räumlichkeiten fertiggestellt und das Klinikschild befestigt. Wie wir später erfuhren ist der Behandlungsbetrieb im Sommer 2002 aufgenommen worden und der Andrang dort ist mittlerweile schon genauso groß wie in Kathmandu, so dass eine Warteliste geführt werden muss.
Ein historischer Moment in 2002 war das Öffnen der Türen des Retreat Zentrums in Pharping nach dem ersten Drei-Jahres-Retreat. Im Dawei Journal steht geschrieben, dass Tenga Rinpoche am 28. April mit Musik, Räucherwerk und Kadaks von den Retreatlern empfangen wurde, auf Seite 24 kann man nachlesen wie die Zeremonie vollzogen wurde und 15 frisch gebackene Lamas sind auf Seite 25 abgebildet, von denen einige nach Europa kommen werden und auch in Puntsok Ling in Allmuthen wird ein Lama einziehen. Die Vorbereitungen werden zur Zeit getroffen.
Die zweite Gruppe (19 Mönche sind abgebildet auf Seite 26), die das Drei-Jahres-Retreat durchführen möchten startete am 14. Juli. Gelek, ein langjähriger Reisebegleiter und Chöpen Tenga Rinpoches ist glücklich auch dabei sein zu können.
Am Ende diesen so ereignisreichen und fruchtbaren Jahres erschütterte ein sehr trauriges Ereignis unsere Vereinsgemeinschaft und machte uns alle hier in Köln, Allmuthen und aller Orts, die davon erfuhren sehr betroffen der Tod von Ulli Fischer. Sie ging am 26. November völlig überraschend von uns und mit der Begleitung von Sangye Nyenpa Rinpoche und Tenga Rinpoche ins Reine Licht. Mit ihr verloren wir ein Gründungsmitglied unseres Vereins und eine liebe Freundin, die wir immer noch sehr vermissen.
An dieser Stelle können wir nur noch mal herzlichst unseren Dank für Eure Treue aussprechen!
Viele Tashi Deleks fürs Neue Jahr!!!
Köln, 24. Februar 2003
Euer Direkthilfe-Team
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