Benchen Phuntsok Ling Europa
Benchen Phuntsok Ling

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Benchen Phuntsok Ling ist der europäische Sitz von Seiner Eminenz Sangye Nyenpa Rinpoche und Kyabje Tenga Rinpoche.

Sangye Nyenpa Rinpoche wählte für diesen Platz den Namen "Benchen Phuntsok Ling", um die enge Verbindung zum Kloster Benchen Phuntsok Dargyeling in Kathmandu zu betonen.

1998 beschreibt Tenga Rinpoche in einem Brief an seine Schüler seine Vision von Benchen Phuntsok Ling:

"... dies soll ein Platz für Euch alle werden, an dem Ihr den Dharma praktizieren könnt, einige Wochen, Monate oder so lange Ihr wollt. Ziel ist es, einen dauerhaften Platz für Sommerkurse einzurichten... "



Ansammlung von 100 Millionen Tara Mantras

w._taraGegenwärtig gibt es große Ängste vor den Gefahren, die durch die vier Elemente und die unterschiedlichen Arten von Hindernissen verursacht werden. Um die Wesen von diesen Ängsten zu befreien und die Hindernisse für 2011 und das kommende Jahr 2012 zu verringern, bittet Kyabje Tenga Rinpoche seine Schüler an der Ansammlung von 100.000.000 Tara Mantras mitzuwirken.

Es ist jede/r herzlich eingeladen, an der Rezitation der Tara Mantras teilzunehmen.

Die Anzahl der persönlich gesammelten Tara Mantras bitte an diese Adresse schicken: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Wir werden die Anzahl der rezitierten Mantas erfassen und regelmäßig veröffentlichen.

14.703.040 Mantras wurden bis zum 23. Januar angesammelt.

Danke für's Mitmachen!

 
Ankündigung Sommerkurs 2012

tr3Der Sommerkurs 2012 in Benchen Phuntsok Ling, Allmuthen, Belgien findet wie folgt statt:

Tara Retreat: 24-Jul-2012  bis 26-Jul-2012
Summerkurs:   28-Jul-2012  bis 12-Aug-2012
Gönkar Retreat: 13-Aug-2012  bis 15-Aug-2012
 
Long Amitabha practice
Keine Übersetzung vorhanden.

March 10 and 11, 2012
Starting Saturday 9:30 a.m., ends Sunday noon

Lama Ngawang Tsultrim will give explanation on the long practice of Amitabha and will lead the meditation.

Please consider the general information on courses and retreats.

 
Baufortschritt vor dem Wintereinbruch

Wegen des recht rauen Klimas in diesem Teil Belgiens besteht immer die Gefahr, dass Frost und Kälte an einigen Gebäuden schweren Schaden verursachen könnte.

Deshalb hat Benchen Phuntsok Ling während des Sommerkurses 2011 um finanzielle Unterstützung gebeten, damit einige wichtige Arbeiten vor Wintereinbruch beendet werden können. Viele Leute haben auf diesen Aufruf reagiert und einen größeren oder kleineren finanziellen Beitrag geleistet.

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Rückblick Sommerkurs 2011

Von Wolfgang Neugebauer:

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist der Sommerkurs, den Kyabje Tenga Rinpoche als alljährliche Sommerveranstaltung in Benchen Phuntsok Ling eingerichtet hat, ein Höhepunkt im Jahresablauf vieler Schülerinnen und Schüler Rinpoches aus ganz Europa.
Die Bandbreite der Teilnehmer reicht von Veteranen, die schon den 16. Karmapa und die legendären Sommercamps in Füssen in den Achzigerjahren miterlebt haben bis zu Kindern, die erst im 3. Jahrtausend zur Welt kamen. Die gleiche zeitliche Streckung erlebt man bei den Behausungen, den Zelten und Wohnwägen, die in bunter Mischung  ein paar Wochen lang auf den Wiesen stehen und Kälte, Regen und Sonne von ihren Bewohnern abzuhalten versuchen.

Unseren europäischen Drang nach Individualität sieht man in der Gompa bestätigt; vom selbstgestrickten, vielfarbigen Pulli über Kombinationen aus Muscle-shirt und Turnhose bis zum schwarzen Anzug ist alles vorhanden, asiatischerseits herrschen dunkelrote Roben vor – wie seit 1000 Jahren.

Die tibetischen Grundlagentexte, die diesmal kommentiert wurden, sind bei Kyabje Tenga Rinpoche, der Karma Chagmes Text weiter erklärte, fast 400 Jahre alt und reichen bei S. E. Sangye Nyenpa Rinpoche, der nach einer fünfjährigen Pause wieder für eine Woche nach BPL kam, mehr als 900 Jahre zurück.
Nichts hat sich an der Gültigkeit dieser Texte geändert, und vor dem Hintergrund unserer modernen Beliebigkeitskultur, in der das goldene Kalb mit seinem trügerischen Glanz die Menschen betört, wirken die acht Verse des Langri Tangpa zum Geistestraining wie diamantene Wegmarken für den spirituellen Reisenden, der, vom Bodhisattva-Ideal befeuert, durch den Nebel taumelt. Sangye Nyenpa Rinpoche, der zur Überraschung vieler erstmals in englischer Sprache lehrte, was zusammen mit seiner Gestik und Mimik eine außerordentlich direkte Wirkung hatte, legte uns die unmittelbare Umsetzung der Lehren, wie sie von den Kadampas in beispielhafter Weise praktiziert wurde, sehr ans Herz.

Etwas ganz Besonderes in diesen drei Wochen waren die Feierlichkeiten zu Tenga Rinpoches 80. Geburtstag. Dank der perfekten Vorbereitung, der künstlerischen Darbietungen und nicht zuletzt der kulinarischen Köstlichkeiten, mit denen unsere Küchencrew die mehr als 500 Gäste verwöhnte, wird dieses Ereignis, das in drei extra dafür errichteten Zelten stattfand, uns allen unvergessen bleiben. Möge es noch viele Geburtstage zu feiern geben !

Für eine spezielle Überraschung sorgte Chime Rinpoche, der am letzten Wochenende des dreiwöchigen Kurses völlig unangekündigt aus London angereist war, um an der Guru Rinpoche-Einweihung durch Sangye Nyenpa Rinpoche teilzunehmen. Zum ersten Mal kam es in Europa zu einem solchen Glück verheißenden Zusammentreffen der drei Benchen-Rinpoches und alle, die dieses Familientreffen miterleben durften, waren Zeugen einer historischen Begegnung dieser drei besonderen Lehrer.
Ein wunderbares Geburtstagsgeschenk für Kyabje Tenga Rinpoche !

Wir freuen uns schon auf den nächsten Sommerkurs.

 
Rückblick Sommerkurs 2010

Von Wolfgang Neugebauer:

tr_2010Kyabje Tenga Rinpoche ließ trotz seiner schweren gesundheitlichen Probleme den Sommerkurs 2010 für alle, die ihn miterleben durften, wieder zu einem unvergesslichen Ereignis werden.
Bei Einweihungen, Pujas, Vorträgen und Hunderten von Interviews manifestiert sich die vollkommene Aktivität eines Bodhisattvas, der unermüdlich für Andere arbeitet, der unbeeindruckt von Belastungen jedem das Gefühl vermittelt, im Zentrum seiner freundlichen Zugewandtheit zu ruhen. Gier, Abneigung und Verwirrung, die emotionalen Verstrickungen, die uns beherrschen und denen wir uns so ausgeliefert fühlen, verlieren ihre Kraft in seiner Umgebung, das Strahlen der Sonne lässt den dichten Nebel durchsichtig werden.

In dem von Tara- und Gönkar-Retreat eingerahmten zweiwöchigen Lehrzyklus setzte Rinpoche seinen Kommentar von Karma Chagmes (1613 - 1678) Text " Die Quintessenz der Einheit von Mahamudra und Dzogchen " fort.  Die verblüffende Aktualität dieser 350 Jahre alten Abhandlung, in der alle wichtigen Aspekte des Dharmaweges von der Zuflucht und der Bedeutung der Bodhicitta-Einstellung bis zum Erleben von Mahamudra erklärt werden, stellte ein geschicktes Mittel dar, um das mehrere Hundert Zuhörer umfassende Auditorium von Anfang bis Ende in einem Zustand ungeteilter Aufmerksamkeit zu halten. Zu verdanken  war das auch den kongenialen Übersetzungen von Christoph Klonk (Deutsch) und Thomas Roth aka Sherab Drime (Englisch).


shrine_2010Als besondere Überraschung wartete auf uns der von Kyabje Tenga Rinpoche gespendete, in Nepal handgeschnitzte und mit Malereien verzierte riesige Altarschrank, dessen Abteile bereits mit Tara-Statuen und Texten des Kanjur gefüllt waren. Nach den 2009 erfolgten baulichen Erweiterungen entsteht damit ein klassischer tibetischer Altarbereich, der auch den kommenden Generationen als Zentrum ihrer spirituellen Aktivität dienen wird.
Schritt für Schritt wird so Kyabje Tenga Rinpoches Vision des großen europäischen Benchen-Zentrums Wirklichkeit.
Die Basis für die erfolgreiche Umsetzung dieser Vision ist aber der selbstlose Einsatz der Organisatoren, die seit einem Jahrzehnt neben ihren Jobs das ganze Jahr über die Weiterentwicklung des Zentrums vorantreiben. Und wir freuen uns auf dieser Dharma-Insel über das alljährliche Wiedersehen mit den Freunden, das scheinbar sprunghafte Wachstum der Kinder, Spülopas Scherze, Fußball spielende Lamas und freundlich gesinntes Wetter.
Wir genießen die Produkte höchster vegetarischer Kochkunst, einen Cappuccino doppio bei Georg, erstaunliche Regenbögen über dem hügligen Land.
Die von uns so geschätzte angenehme familiäre Atmosphäre beruht nicht zuletzt auf der perfekten Vernetzung der freiwilligen Helfer mit den Profis, ob nun Küchencrew oder Kinderbetreuung, überall strahlt freundliche Gelassenheit - a glimpse of Dewachen.

dance_2010Doch viel zu schnell geht dieser Traum zu Ende. Das nun schon traditionelle Abschlussfest beginnt mit einem Mandalaopfer an Rinpoche aus kreativem Tanz und Songs, die die Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuern vorbereitet haben, mit Zauberei und Spülopas Dharmasketch und entwickelt sich in der zunehmenden Dämmerung, von DJ Edward angeheizt, zu einer allgenerationigen Tanznacht in ausgelassener Stimmung unter den zuckenden Lichtschlangen. Den würdigen spirituellen Abschluss der Karma Chagme-Wochen bildet aber die Milarepa-Tsok-Puja am nächsten Tag.

Die Schwierigkeiten, in die die ungezügelte Gier gewissenloser Finanzzocker die Weltwirtschaft in den letzten Jahren gebracht hat, haben Folgen, die sich auch auf unser Zentrum auswirken. Leider fehlen die finanziellen Mittel, um das 2009 errichtete Sanghahaus mit einer Dämmung und dem dringend benötigten Wetterschutz auszustatten. Auch der Innenausbau stagniert.
Zeit für Mitgefühl und Entwicklung der Paramitas. Glückseligkeit für alle !